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Der Kampf gegen die Korruption

Der Kampf gegen die Korruption

Ziel dieses ersten Moduls ist es, zu verstehen, was unter Korruptionsbekämpfung und den damit zusammenhängenden Gesetzen zu verstehen, wie z.B. das Gesetz Sapin 2 in Frankreich, das als "Gesetz über Transparenz, Korruptionsbekämpfung und die Modernisierung des Wirtschaftslebens" bekannt ist.

Manchmal unter dem Deckmantel harmloser kleiner Absprachen versteckt, ist die Korruption dennoch vorhanden und ebenso real strafbar.

Wir alle haben große Korruptionsfälle vor Augen... Falsche Rechnungen, übermäßige Geschenke, Missbrauch von Firmenvermögen...

Es gibt aber auch Tauschgeschäfte, die harmlos erscheinen mögen, die sich aber dennoch als echte, strafbare Korruptionshandlungen erweisen.

Korruption ist ein großes Problem für Unternehmen auf der ganzen Welt. Weil sie dem Wettbewerb, dem internationalen Handel und der Wirtschaft im Allgemeinen schadet.

Und es ist unethisch!

Was die Korruption betrifft, so können französische Unternehmen der amerikanischen und englischen Gesetzgebung unterliegen: dem Foreign Corrupt Practices Act (FCPA) und dem Bribery Act (UKBA).

Und auf die französische Gesetzgebung, die sich weiterentwickelt hat!

Am 9. Dezember 2016 wurde im Namen des Wirtschafts- und Finanzministers Michel Sapin das Gesetz "Sapin 2" verabschiedet, um den Kampf gegen die Korruption zu verstärken, die Demokratie transparenter zu machen und das Wirtschaftsleben zu modernisieren.

Der Antikorruptionsmechanismus des Sapin-2-Gesetzes ist seit dem 1. Juni 2017 in Kraft und hat direkte Auswirkungen auf Unternehmen, ihre Manager und Mitarbeiter, aber auch auf ihre Kunden und Partner...

Dies gilt für Unternehmen und Unternehmensgruppen (französische oder ausländische Tochtergesellschaften), deren Muttergesellschaft ihren Sitz in Frankreich hat, mehr als 500 Mitarbeiter beschäftigt und deren Umsatz 100 Millionen Euro übersteigt.

Dies hindert TWAs und KMU nicht daran, sich unter Androhung von Sanktionen gegen Korruptionsakten zu schützen.

Das Gesetz Sapin 2, das passive Korruption (der Bestechungsnehmer) und aktive Korruption (der Korruptionsgeber) gleichermaßen bestraft, schreibt die folgenden 8 Verfahren und Maßnahmen vor:

  • Ein Verhaltenskodex
  • Eine interne Warnvorrichtung
  • Eine Risiko-Kartierung
  • Bewertungsverfahren durch Dritte
  • Verfahren zur Kontrolle der Buchhaltung
  • Schulung von exponierten Managern und Mitarbeitern
  • Eine spezifische Disziplinarregelung
  • Ein internes Kontroll- und Bewertungssystem

Die französische Anti-Korruptionsbehörde AFA wurde gegründet, um bewährte Praktiken zu fördern, die Einhaltung der Unternehmen zu überwachen und gegebenenfalls Sanktionen zu verhängen.

Schwere Sanktionen, die dieses neuen juristischen Arsenals zur Korruptionsbekämpfung würdig sind!

Also verhalten wir uns alle umsichtig und verantwortungsbewusst!